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Befreiende Farben - Patienten der Forensischen Klinik zeigen ihre Gemälde im Foyer

Von Bildern mit "viel Kraft, Farbigkeit und Freude" sprach Klinikdirektor Dominikus Bönsch zur Eröffnung der neuen Bilderausstellung im Foyer des Bezirkskrankenhauses. Mehrere Patienten der Forensischen Klinik, die größtenteils bis zum Therapiebeginn noch nie in der Verbindung zu Kunst standen, erschufen während eines Zeitraumes von bis zu einem Jahr wahre Meisterwerke. Unterstützt wird diese Tätigkeit auch vom Arbeitskreis Kunst und Psychiatrie e.V., der sich seit den 80er Jahren um eine Förderung von Patienten am BKH bemüht. Deren Vorsitzender Sebastian Born sah im Engagement ein "besonderes Erlebnis für die Patienten, die Bilder auch in der Öffentlichkeit zeigen zu können."

Seit vielen Jahren ist es das Anliegen von der in der Forensik arbeitenden Kunsttherapeutin Annette Passlack, ihren Patienten eine lösungsorientierte Arbeit anzubieten. "Weg von der Schuld, weg von den Problemen und hin zu dem was ich kann", sei das Ziel, führte sie aus. Die Bilder, in der Kunstrichtung Spontanrealismus des österreichischen Künstlers Voka gehalten, sollen für die Patienten einen Weg nach vorne zeigen. "Wir wollen weg von schwarz dominierten Bildern mit Totenköpfen und hin zu farbenstarken Gemälden", erklärte Passlack den etwa 20 erschienenen Gästen.

Die Künstler selber konnten die Ausführungen der Vorredner nur bestätigen. "Geduld, Ausdauer und Durchhaltevermögen" hat Daniel Lang im Rahmen der Kunsttherapie erlernt. "Die Farben befreien mich", bringt Daniel Haifler seine Erfahrungen abschließend auf den Punkt.

Zu sehen war die Ausstellung von Juli bis September im Verwaltungsgebäude (Haus 21) während den Öffnungszeiten.

Frank Zagel

ausstellungForensik

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