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»Das schönste Instrument auf der Welt«

»Weil sie das schönste Instrument auf der Welt ist«, antwortet die Musikerin Anne Kox-Schindelin auf die Frage, warum sie sich vor knapp 25 Jahren für die Harfe entschied. Gemeinsam mit ihrer Schülerin Sinja Rosenberger versetzte sie am Samstagabend, den vollbesetzten Festsaal des Bezirkskrankenhauses in einen wahrhaft majestätischen Rahmen - ganz im Sinne der Königin der Instrumente.

Nicht nur der auditive Sinn wurde verwöhnt. Die musikalische Reise des Konzerts, das als Urlaub für die Ohren deklariert war führte von der Harfeninsel schlechthin, Irland, über Südeuropa und auf dem Fliegenden Teppich bis in den Orient. Auch die Optik wurde beim Anblick der beiden edlen, knapp 50 Kilogramm schweren, Konzertharfen, die von den beiden Virtuosinnen filigran gezupft wurden, maximal bedient.

Perfekte Ergänzung

Das Besondere war sicherlich, dass Kox-Schindelin gerade eines der seltenen Duo-Konzerte mit ihrer 19-jährigen Schülerin bestritt. »Sinja ist unglaublich begabt und beim Spielen ergänzen wir uns perfekt« sagte die professionelle Musikerin mit Stolz, die noch nie mit einer anderen Schülerin ein Konzert bestritt.

Über das Lob ihrer Lehrerin entkam der bescheidenen jungen Nachwuchs-Harfenistin aus Karlstadt nur ein »Ich fühle mich geehrt.« Seit acht Jahren spielt Rosenberger die Harfe und strebt ein Musikstudium auf ihrem Instrument an. »Wie die Harfe auf Menschen wirkt und sie berührt« begeistert Rosenberger am meisten.

In der Tat wäre im Auditorium während den Stücken, die sich aus traditionellen und neuzeitlichen Kompositionen zusammensetzten, eine auf den Boden fallende Nadel zu hören gewesen. Andächtig warteten die 200 Zuhörer bis zum letzten verklungenen Ton, um im Anschluss ihrer Begeisterung Ausdruck zu verleihen.

Mit stimmungsvollen Ansagen führte Kox-Schindelin in die Geschichte der Darbietungen ein. Sie präsentierte auch Eigenkompositionen, wie »Omis Nähkästchen Tango«. Inspiriert wurde sie dabei von einer Spieluhr, die ihre Großmutter einst von ihrem Großvater geschenkt bekam und deren prägnante Melodie liebevoll in den Tango mit eingewoben wurde.

Die Begeisterung der vor Freude strahlenden, sich gegenseitig während den Liedern streifenden Blicke der beiden Protagonistinnen, übertrug sich sofort auf das Publikum. Dieses bedankte sich mit lange anhaltendem Applaus für einen erhabenen Abend.

Harfe im Duo

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