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Wichtig ist Altbekanntes – Ökumenischer Gottesdienst für Menschen mit Demenz

Am Valentinstag feierten Menschen mit einer Demenzerkrankung und ihre Angehörigen  einen ökumenischen Gottesdienst in der St. Elisabeth Kirche des Bezirkskrankenhauses.

Eine Demenz-Erkrankung hat Auswirkungen auf viele Aspekte des Lebens. In diesem Zusammenhang kann das Bedürfnis nach Spiritualität und Seelsorge an Bedeutung zunehmen. Eine Möglichkeit, Spiritualität zu leben und Seelsorge zu erfahren, ist das Feiern eines Gottesdienstes. Oft weiß der Demenzkranke abends nicht mehr was er mittags gegessen hat. Aber an Gebete und Lieder aus der Kindheit und Jugend können sich viele gut erinnern. Mit dem besonderen Demenzgottesdienst trägt das Seelsorgeteam und der ärztliche Direktor, PD. Dominikus Bönsch den besonderen Bedürfnissen demenziell veränderter Menschen Rechnung.

 

demenzgottesdienstBA

 

Der Einladung des Bezirkskrankenhauses folgten nicht nur Patienten und Bewohner der Heime am Sommerberg. Zu den zahlreichen Gästen gehörten auch Bewohner des Seniorenzentrums St. Martin, die vom Fahrdienst der Heime am Sommerberg zusammen mit ihren Betreuern abgeholt wurden.

Der Ablauf des Gottesdienstes ergab sich aus der besonderen Art der Erkrankung und ihren Folgen. Bereits am Eingang der Kirche fand die erste Begegnung statt. Mit den Worten „Schön, dass Sie da sind“, wird jeder Besucher persönlich von Pfarrer Heiner Spittler und Heinz Weigand herzlich begrüßt. Das Thema „rot gestrickt“ verdeutlich Sr. Claudia Stahl mit einem Korb mit roter Strickwolle – der rote Faden, der uns durch das Leben führt. Viele der Gottesdienstbesucher erzählen von ihren Strickkünsten, von den Strümpfen, die sie für die Enkel- und Urenkelkinder gestrickt haben.

Es wurden bekannte Lieder gesungen und vertraute Gebete gesprochen. Beim Vaterunser war Gemurmel zu hören. Nach einer halben Stunde ist der Gottesdienst vorbei. Die Konzentration der Runde ist erschöpft. Ein berührender Moment des Gottesdienstes war dann die persönliche Segnung. Die Seelsorger nahmen sich die Zeit für eine intensive Begegnung mit jedem Einzelnen. Augenkontakt und eine feste Berührung mit den Händen und die persönlichen Segenswünsche.

Im Anschluss trafen sich die Gäste nochmals im Festsaal zu einer gemütlichen Runde bei Kaffee und Kuchen. Einige Besucher erzählten immer noch vom „Stricken“, andere erinnern sich im Gespräch mit ihren Betreuern an die Gottesdienst, die sie in ihrer Kindheit und Jugend besuchten. Anlässlich des Valentinstages gab es zum Abschluss noch ein rotes „Samtherz“ für die Gäste verbunden mit dem Gedanken der Liebe und Zuneigung.

Ansprechpartner:
Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit & Personalmarketing
Lisa Hörnig
Am Sommerberg 21
Tel: 09352 503-20051