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Das BKH macht sich auf dem Weg zu einem „Selbsthilfefreundlichen Krankenhaus“

Die Selbsthilfe spielt bei uns am BKH schon sehr lange eine große Rolle: Viele Kooperationen und Projekte sind etabliert und unterstützen die Behandlung unserer Patienten auf wertvolle Weise. Um diese Zusammenarbeit noch weiter in ihrer Bedeutung zu stärken, wurde der Entschluss gefasst, sich auf den Weg zur Auszeichnung eines „Selbsthilfefreundlichen Krankenhauses“ zu begeben.

kickoff

 

(v. l. Susanne Wundling (Aktivbüro Würzburg), Prof. Dr. Dominikus Bönsch, Lisbeth Wagner (KISS Regensburg), Simone Hoffmann (Selbsthilfebüro MSP), Dr. Iris Kocher, Claudia Hahne-Ebert, Gerlinde Arnold (Kreuzbund Aschaffenburg), Andreas Selig, Susanne Stäblein, Manfred Fuchs (Verein für Selbsthilfe bei Depressionen in Aschaffenburg)

 

Am 2. März wurde hierfür der Startschuss gegeben: Prof. Bönsch und Simone Hoffmann (BRK Selbsthilfebüro Main-Spessart und Sprecherin der AG-SH-Ufr) konnten mehr als 80 Teilnehmer aus Selbsthilfegruppen der Landkreise Main-Spessart, Miltenberg, Aschaffenburg, aus der Stadt Aschaffenburg und Würzburg sowie zahlreiche Mitarbeiter des BKH zur Kick-Off-Veranstaltung begrüßen. Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Selbsthilfekontaktstellen in Unterfranken, bestehend aus dem Aktivbüro der Stadt Würzburg, des BRK Selbsthilfebüro MSP, der Kontaktstelle Miltenberg im Landratsamt sowie des Paritätischen Wohlfahrtverbandes in Unterfranken organisiert.

Prof. Bönsch erläuterte in seiner Begrüßung die herausragende Bedeutung der Selbsthilfe im Hinblick auf ein ganzheitliches Behandlungskonzept bei Sucht- und psychiatrischen Erkrankungen. Das Ziel der Veranstaltung sei es, über das Projekt „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ zu informieren, neugierig zu machen und alle relevanten Akteure zur Mitgestaltung zu gewinnen.

Wie dieser Prozess erfolgreich gestaltet werden kann, zeigte das Beispiel der bereits als „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ ausgezeichneten Regensburger Klinik „Barmherzige Brüder“. Lisbeth Wagner von der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (KISS) Regensburg war angereist, um ihre Erfahrungen vorzustellen. Sie skizzierte die Entwicklung der Zusammenarbeit der Selbsthilfe und des Krankenhauses mit regelmäßigen Kooperationstreffen, der Etablierung gemeinsamer Projekten und der Einrichtung eines „Qualitätszirkels Selbsthilfefreundlichkeit“. Der vorläufige Höhepunkt war die Auszeichnung als erstes bayerisches „Selbsthilfefreundliche Krankenhaus“ im November 2014, wie Wagner nicht ohne Stolz berichtete.

Dass schon viel Gutes zwischen der Selbsthilfe und dem BKH Lohr läuft, wurde in den Beiträgen von Martin Morgenstern (Berufsfachschule für Krankenpflege), Claudia Hahne-Ebert (Sozialpädagogische Abteilung), Manfred Fuchs (Verein für Selbsthilfe bei Depressionen in Aschaffenburg) und Doris (Selbsthilfegruppe der Anonymen Alkoholikern) deutlich: Viermal gelebte Selbsthilfe im Stationsalltag zeigen, dass an vielen Stellen die enge Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen schon wie selbstverständlich stattfindet.

Um den Teilnehmenden der Veranstaltung Gelegenheit zu geben, Fragen zu stellen und Anliegen zu äußern, wurden Kleingruppen, moderiert von unterschiedlichen Berufsgruppen des BKH und den Selbsthilfekontaktstellen, etabliert. Simone Hoffmann forderte die Interessenten auf: „Hand aufs Herz, was brauchen Sie, damit es Ihnen möglich ist, sich an dem Qualitätszirkel zu beteiligen“.

Bei der Schlussrunde im Plenum wurde deutlich, dass für die Selbsthilfegruppen die Wertschätzung der eigenen Arbeit oberste Priorität hat. Für die Mitarbeiter des BKH stellte sich vor allem die Frage, wie sich das Thema Selbsthilfe im oftmals stressigen Stationsalltag noch intensiver integrieren lassen kann.

Zum Abschluss der Veranstaltung machte Prof. Bönsch noch einmal deutlich, dass die Kick-off Veranstaltung ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem guten und wertschätzenden Miteinander war. Das erste Treffen des Qualitätszirkels ist für alle offen und findet am 13. April 2016 14.00 – 16.00 Uhr im BKH Lohr statt. Hier sollen künftig neue Ideen und Projektvorschläge für eine gelebte Zusammenarbeit entstehen.

Für weitere Fragen können Sie sich gerne an Claudia Hahne-Ebert als Ansprechpartnerin für die Selbsthilfe im Haus wenden.

Ansprechpartner:
Krankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin
Am Sommerberg
97816 Lohr a.Main
Tel: BKH Zentrale 09352 503-0
Fax: 09352 503-20000